Der Schnäggewaggis-Uusflug 2000
Es isch so üblich bi de Schnäggewaggis,
immer im Spootsummer en chline Uusflug z mache. Dä wird jewile vo
zwene organisiert, wo vorhär uusgwählt worde sinn. Die müesse
denn natürlig alles schön gheim bhalte, die andere sölle
jo nid wüsse, wos aane goht.

Im Johr 2000 sinn der Schnitzge und ich,
der Chänel, dra gsi mit organisiere. Wie sich das ghört, hämmer
alles suuber rekognosziert und niemerdem öbbis verzellt, schön
s Müüli halte. So het denn dä Uusflugssunntig chönne
cho.

Pünktlich wie nes Ührli sinn alli,
am ene herrlige Sunnedaag, voller Freud am veribarte Träffpunkt ufftaucht.
Es het nid emol eine sin Uuswiis vergässe gha. So simmer den loszittert,
über d Gränze ins schöni Elsass. Scho gli simmer dört
gsi, wo mer hänn aane welle: Bim ene chleine Flugplatz für Ultralight-Flieger.
Als allererschte het me denn scho der Edi ghöre nürze: "Wasch
jetzt das wieder für ne fertige Seich? Do mach ich nid mit!"

Will jo immer numme eine cha fliege, hämmer
e Zmorgeplatte mit Uffschnitt, Chäs, Brot und so derbi gha. Me will
jo nid eifach numme n ummestoh. Uff alli Fäll isch es denn scho gli
los gange. Der Urs het sich führe drängelet, er het unbedingt
als erschte welle fliege. Jä guet, eine muess der erschti si. Wo
ner denn nach öbbe ere Viertelstund wieder glande n isch, het er
zwar e chli gummigi Chnü gha, isch aber völlig begeischtert
gsi. Der Edi het unterdesse nid so rächt ässe welle und immer
wieder gseit: "Aber ohni mi, dasch doch wieder en fertige Seich,
das!"

Wo denn der Tineli an der Reihe gsi isch,
hämmer zerscht e chli Bedänke gha, öb dä Flieger überhaupt
vom Bode ewäg chunnt. Guet, er het e chli me Aalauf bruucht, isch
aber denn gliich in d Luft. Der Rolf, der Schnitzge und der Roli sinn
helluff begeischtert zrugg cho und der Ruedi het gfunde: "Geil, dasch
jo wie Töff fahre, nur e chli höcher." Der Edi het mittlerwile
nur no liislig vor sich aane brummlet: "Ich bi doch nid veruckt,
so ne Seich go mit mache!"

Also es isch jo scho speziell, mit somene
Ding z fliege. Do hokckt me uff eme Gartestüehli und luegt zwüsche
de Chnü öbbe 600 Meter in en Härdöpfel-Acher abe.
Aber me söll jo nit abe luege, sondern in d Färni. Und me glaubt
das nid, me het denn vom Elsass us tatsächlich en Uusblick bis uf
d Alpe. Derfür isch es aber denn au chalt dört obe, aber für
das het me jo e Jacke derbi. Der Blick uf Eiger, Mönch und Jungfrau
am Morge vom Elsass het mi scho beidruckt. Ich ha uff alli Fäll es
Wahnsinnserläbnis gha.

Es isch jo keine zwunge worde, mit z fliege.
Aber der Edi isch denn am Ändi gliich au gange. Ich weiss genau,
das es ihm gfalle het, aber das dörf er natürlich nie zuegäh.
Uff alli Fäll han ich der ganzi Räschte vom Daag vo ihm nüt
anders z höre becho, als: "Du bisch doch en Schoofseggel, das
hätti jo chönne Toti gäh. Spinnsch eigentlig, en Familievater
uff so ne Höllemaschine z setze?"

Und au hüt no tönt der Edi eso,
wenn s Gspröch uff dä Uusfluug chunnt. Aber es het em gfalle,
ich weiss das!
D Bilder derzue
gits do.
Copyright 2003 by Schnäggewaggis,
Roland C. von Känel